In und nach der Krise – BUY LOCAL!

Wir alle in der Fahrradbranche sind vom wirtschaftlichen Teil der Krise, die uns die Corona-Pandemie gebracht hat, mehr oder minder stark betroffen. Zum Glück ist auch in der Politik klar ausgesprochen, dass das Fahrrad, ob nun elektrisch oder konventionell, ein wichtiger Baustein der Mobilität ist und auch zukünftig bleibt. Dies alles kann die Fahrradwirtschaft hoffen lassen, mit einem blauen Auge davonzukommen – hoffentlich.

Was ich momentan aber nicht verstehen kann, ist der folgende Sachverhalt: Die stationären Geschäfte sind alle geschlossen, der Onlinehandel macht aber fröhlich weiter, als gäbe es keine Krise und keine Beschränkungen. Gerade die Onlineriesen wie Amazon und ähnliche sind es, die wahrscheinlich gestärkt aus der Krise hervorgehen – ihre Steuern aber, wenn überhaupt angemessen, erwiesenermaßen nicht dort zahlen, wo der Umsatz gemacht wird. Damit entsteht ein doppelter Schaden: Erstens verlagert sich der Konsum noch weiter in Richtung Onlinehandel, weil sicher in diesen Zeiten auch neue Kunden den Kauf per Click kennenlernen. Zudem gehen wertvolle Steuereinnahmen verloren, welche die Volkswirtschaften dringender denn je bräuchten.

Was kann man als Einzelner für Schlüsse aus der Situation ziehen?

  • Sich selbst zu prüfen, ob der spezielle Konsum jetzt nötig ist? Muss ich mir den Radhelm oder den neuen Pullover wirklich jetzt online kaufen, oder warte ich damit, bis die Läden wieder aufhaben?
  • Sensibel sein für andere und Solidarität üben: BUY LOCAL! Dies natürlich wenn möglich. Man kann nicht alle Dinge stationär erwerben, manches bekommt man eben nur online. Aber auch hier: Gibt es brauchbare Alternativen, die ich vielleicht doch beim Laden um die Ecke bekomme?

Zum Schluss noch einmal klargestellt: Ich bin überhaupt kein Gegner des Onlinehandels. Ich bin aber überzeugt davon, dass in schwierigen Zeiten die Menschen zusammenstehen sollten, um sich gegenseitig unterstützen. Die Stärkung des stationären Einzelhandels gehört dazu.

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