In der Branche momentan ein Top-Thema: Die Unternehmensnachfolge

Einer ganzen Generation von Fachbetrieben aus Handel aber auch der Industrie steht ein Wechsel  der Inhaberschaft ins Haus. Man könnte meinen, das Übergeben des Betriebs in die jüngere Hand sei eine Art Prozess wie bei der Erneuerung eines Korallenriffs – stetig eben. Dies ist in der Fahrradbranche nicht der Fall und das hat historische Gründe. In den späten Achtziger Jahren gab es bekanntermaßen einen Boom der Branche. Bedingt dadurch schossen Fahrradläden wie Pilze aus dem Boden; diejenigen, die besonders ökologisch sein wollten, diejenigen, die vom Mountainbike profitierten und so weiter. Diese Generation von Fachhändlern ist nun im Alter sechzig plus und gibt ab, bzw. muss es altersbedingt tun. Gleichzeitig haben wir es mit einem Fachkräftemangel zu tun und einer Konsolidierungstendenz sowohl auf Anbieter,- als auch auf Einzelhandelsseite. Keine einfache Zeit also, den Betrieb zu veräußern, bzw. zu übergeben.

Auch bei der Frage des „wie“  gibt es meist wenig Alternativen für den Abgebenden. Eine innerfamiliäre Nachfolge ist heute eher selten anzutreffen, die Ausnahme bilden große Mittelständler aus der Industrie. Abschreckend für viele Jungunternehmer in spe sind die tendenziell großen Warenbestände, die die Branche ausmachen und die – dank jährlicher Modellwechsel – schnell an Wert einbüßen.

Fazit: Es kommen in den nächsten Jahren zahlreiche Betriebe in die Nachfolge; die Anzahl der Interessenten ist bisher begrenzt – jeder Abgebende sollte sich beizeiten mit dem dem Thema befassen.

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